Zweiter Sieg im zweiten Spiel gegen Darmstadt - Florian Flemming vierfacher Torschütze
Einen am Ende souveränen 7:3 (2:1, 2:1, 3:1)-Heimsieg fuhr am heutigen Sonntagabend das Hessenliga-Team der Roten Teufel Bad Nauheim gegen die Darmstadt Dukes ein, womit die Kurstädter den zweiten Saisonerfolg im vierten Spiel für sich verbuchen und damit den Abstand auf die Südhessen auf sechs Punkte vergrößern können. "Sowas hakt man wohl unter der Kategorie 'Arbeitssieg' ab", sagte RT-Coach Martin Flemming nach der Partie, denn erst im letzten Drittel konnte sein Team die Weichen endgültig auf einen "Dreier" stellen.
Die vom früheren DEL-Verteidiger und -Coach Petr Bares trainierten Gäste traten mit drei kompletten Formationen zu diesem wichtigen "Sechs-Punkte-Spiel" an und waren auch gleich gut drin in der Partie. In der 5. Spielminute traf Lars Hinkfuß mit der ersten Darmstädter Torszene zum 1:0 für die Dukes. Die Kurstädter benötigten einige Minuten, um sich entsprechend zu kalibirieren, kamen dann aber durch ihren bestens aufgelegten Kapitän Florian Flemming in der 7. Minute nach einer Einzelaktion zur direkten Antwort zum 1:1. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die zwar wenig Höhepunkte vor den jeweiligen Toren hatte, dafür aber umso intensiver mit vielen Zweikämpfen geführt wurde. Beide Seiten lauerten förmlich auf die Fehler des Gegners, wie z.B. in der 15. Minute, als Darmstadts Stürmer Toptaner nach einem Break durch war, Alexander Goldbrunner im Kasten der Hausherren aber bestens reagierte. Noch vor der ersten Pause nutzten hingegen die Gastgeber eine Unachtsamkeit der Südhessen, als Martaller plötzlich ganz frei vor Darmstadts Torhüter Lenz auftauchte und diesem nach einem feinen Pass von Sasek beim 2:1 keine Chance ließ, mit diesem Resultat ging es dann auch in die Kabinen.
Bad Nauheim kam mit mehr Elan zurück aus der Pause und direkt zu zwei dicken Chancen durch Heuser (22.) und Frings (24.), beide Male parierte Niklas Lenz, der sich über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen brauchte. Beim 3:1 durch Max Stark war aber auch er machtlos, der Bad Nauheimer Angreifer verwandelte eiskalt einen Penaltyschuss, nachdem er zuvor nach einem Breakaway regelwidrig von den Beinen geholt wurde und den folgenden Strafschuss selber vollstreckte (29.). Wer nun dachte, dass das Pendel zugunsten der Wetterauer ausschlagen würde, der sah sich getäucht: Darmstadt steckte nicht auf und kam zum Anschlusstreffer durch Code (34.), dem die Gäste weitere Gelegenheiten - auch aufgrund von Strafen gegen die Teufel - folgen ließen. Die Bad Nauheimer Defensive hielt aber stand - und man konnte selbst mit einem Mann weniger durch erneut Flemming gar auf 4:2 noch vor der zweiten Sirene in Front gehen.
Der Schlussabschnitt war geprägt von der Taktik beider Teams, denn keiner wollte dem anderen mit einem eigenen Fehler zum Toreschießen einladen. Es waren aber zunächst die Dukes, die eine kurze Unsortiertheit der Roten Teufel in der 47. Minute durch Naji zum wiederholten Anschlusstreffer nutzten. Die Hausherren reagierten aber abgeklärt und antworteten nur 51 Sekunden später erneut durch Flemming mit dem 5:3. Als gerade eine Strafzeit gegen Darmstadt abgelaufen war, markierte zudem Marcel Rost für die Hausherren das vorentscheidende 6:3 (51.). Dieser Treffer zeigte Wirkung bei den Darmstädtern, die viel gearbeitet hatten, aber angesichts von drei Treffern Rückstand nicht mehr zulegen konnten. Es war dann RT-Kapitän Florian Flemming vorbehalten, mit seinem vierten Tor des Abends in der 58. Minute den Deckel endgültig drauf zu machen. Seine Sturmformation war somit an fünf der sieben Bad Nauheimer Tore beteiligt.
Weiter geht es für das Hessenliga-Team in 14 Tagen zuhause gegen die EJ Kassel 89ers, die erst drei Partien absolviert haben und mit neun Punkten derzeit auf Platz zwei der Tabelle liegen. Die Roten Teufel festigen mit einem Spiel weniger als die punktgleichen Löwen Frankfurt den vierten Tabellenplatz.
Roten Teufel Bad Nauheim - ESC Darmstadt 7:3 (2:1, 2:1, 3:1)
Tore:
0:1 (04:32) Hinkfuß (Hoffmann, Hummel)
1:1 (06:07) Flemming (Rost, Stark)
2:1 (17:08) Martaller (Sasek, Frings)
3:1 (28:07) Stark PS
3:2 (33:01) Code (Naji)
4:2 (38:02) Flemming (Rost) SH1
4:3 (46:42) Naji (Code, Hoffmann)
5:3 (47:33) Flemming (Rost, Stark)
6:3 (50:11) Rost (Hirsch, Flemming)
7:3 (57:26) Flemming (Rost, Stark)
Strafminuten: RTBN 6 / ESC 10