Kantersieg im Spitzenspiel: Rote Teufel deklassieren die Eintracht mit 12:1
Bad Nauheim verteidigt Tabellenführung eindrucksvoll
Einen sensationellen 12:1 (5:0, 3:1, 4:0)-Auswärts-Kantersieg feierte das Hessenliga-Team der Roten Teufel am Samstagabend im Spitzenspiel bei Eintracht Frankfurt. Mit diesem eindrucksvollen Erfolg verteidigen die Kurstädter die Tabellenführung und setzen sich damit alleinig an der Spitze fest. „Wir haben unser Spiel über 60 Minuten konsequent durchgezogen. Am Ende haben wir auch in dieser Höhe verdient gewonnen, auch wenn bei Frankfurt heute der ein oder andere Akteur gefehlt hat“, zeigte sich RT-Coach Martin Flemming nach der Partie mehr als zufrieden mit der Leistung seines Teams.
Holpriger Start, dann die Wende
Der Start in die Partie verlief für die Gäste aus Bad Nauheim jedoch holprig: Nach nur 60 Sekunden hatte die SGE bereits drei Torschüsse zu verzeichnen. „Hier hätte das Match vielleicht auch ganz anders verlaufen können, aber unser Goalie Alexander Goldbrunner hat in diesen Szenen toll pariert“, analysierte Flemming den Beginn des Duells zweier bis dahin ungeschlagenen Teams.
Die Wetterauer fanden mit zunehmender Spielzeit aber besseren Zugriff. Den Torreigen eröffnete schließlich RT-Stürmer Felix Müller in der 3. Minute mit dem 0:1, was den Startschuss für eine Bad Nauheimer Torflut gab. Nur wenig später stand Lukas Hampl nach einem Rebound goldrichtig und schob zum 0:2 ein (9.). Die Partie wurde vor allem von Seiten der Gastgeber ruppiger, was Routinier Martin Sasek in Überzahl zum 0:3 nutzte (11.). Die „Special Teams“ der Roten Teufel zeigten sich vor der ersten Pause brandgefährlich: Zunächst markierte Kapitän Florian Flemming in Unterzahl (!) nach feinem Pass von Schäfer das 0:4 (19.), und 16 Sekunden vor der Sirene machte Marcel Rost in Überzahl das 0:5.
Frankfurt müht sich, Bad Nauheim trifft
Die Eintracht kam mit neuem Mut ins zweite Drittel, kassierte aber übermotiviert zu viele Strafzeiten (inkl. einer Spieldauerstrafe gegen Jan Svacha). Eine dieser Powerplay-Situationen nutzte Flemming aus spitzem Winkel zum 0:6 (29.).
Ärgerlich für Alexander Goldbrunner war der erste – und am Ende auch einzige – Treffer der Frankfurter nur 90 Sekunden später durch Stehl (1:6), der ihm einen verdienten „Shutout“ vermieste. Das Spiel drohte jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr eng zu werden. Die Roten Teufel sorgten noch vor der zweiten Pause durch Voskresenskij (34.) und erneut Müller (36.) für die Treffer sieben und acht, womit die Entscheidung endgültig gefallen war.
Torhunger bis zur Schlusssirene
Die Roten Teufel hatten sichtlich Spaß an diesem Spiel und zeigten auch im letzten Drittel weiterhin Torhunger. Vier weitere Male zappelte die Hartgummischeibe im Netz der Frankfurter. Besonders erfreulich war der Auftritt von U20-Akteur Simon Peters, der gleich zwei der vier Tore beisteuerte. Auch Voskresenskij ("MVP" des Spiels) und Marcel Rost trugen sich erneut in die Torschützenliste ein. Trotz der zwölf Treffer gab es sogar noch Chancen auf mehr. Martin Flemming betonte abschließend: „Die Höhe des Sieges kann in der Schlussabrechnung vielleicht nochmal entscheidend sein im Kampf um die Ausgangspositionen für das Endturnier.“ Drei Spiele – drei Siege lautet somit die makellose Bilanz der Roten Teufel, die am kommenden Sonntag endlich ihr erstes Heimspiel bestreiten:
Nächstes Spiel: Heimpremiere im Colonel-Knight-Stadion
Am Sonntag, den 23. November 2025 um 17:45 Uhr gastieren die Kassel 89ers zum ewig jungen Duell dieser beiden Clubs im Colonel-Knight-Stadion. Der Eintritt ist frei, für Speis und Trank ist wie immer gesorgt.
Eintracht Frankfurt - Rote Teufel Bad Nauheim 1:12 (0:5, 1:3, 0:4)
Tore:
0:1 (02:26) Müller (Marcel Rost, Frings)
0:2 (08:03) Hampl (Voskresenskij, Frings)
0:3 (10:22) Sasek (Hirsch, Voskresenskij) PP1
0:4 (18:29) Flemming (Schäfer, Stark) SH1
0:5 (19:44) Marcel Rost (Müller) PP1
0:6 (28:59) Flemming (Marcel Rost, Markus Rost) PP1
1:6 (30:30) Stehl (Kurz, Verhorst)
1:7 (33:43) Voskresenskij (Stark)
1:8 (35:51) Müller (Peters, Schäfer) PP1
1:9 (43:11) Voskresenskij (Schäfer, Müller)
1:10 (48:50) Marcel Rost (Frings, Voskresenskij)
1:11 (56:05) Peters (Voskresenskij, Marcel Rost)
1:12 (59:21) Peters
Strafen: SGE 16 + 5+20 (Svacha) / RTBN 16
Die Tabelle der Eishockey-Hessenliga nach dem 3. Spieltag: