Arbeitssieg hält Bad Nauheim an der Spitze der Eishockey Hessenliga: Rote Teufel bezwingen tapfere Eintracht Frankfurt mit 7:5
Die Roten Teufel Bad Nauheim haben am heutigen Sonntagabend ihre weiße Weste in der Hessenliga verteidigt und bleiben nach einem hart erkämpften 7:5 (3:1, 2:2, 2:2)-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt weiterhin ungeschlagener Tabellenführer. Trotz dezimiertem Kader präsentierte sich die Eintracht als stets gefährlicher und unbequemer Gegner, der den Kurstädtern einen echten Arbeitssieg abverlangte.
Turbulentes erstes Drittel
Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeber. Bereits in der 4. Minute eröffnete Felix Müller den Torreigen zum 1:0. Nur vier Minuten später erhöhte Torben Reuner auf 2:0 (8.). Doch anstatt die Partie zu kontrollieren, kamen die Frankfurter, die mit einem erneut kleinen Kader antraten, zu zwei hochkarätigen Chancen. Nur dem starken Bad Nauheimer Juniorentorhüter Ramon Hupf, der an diesem Abend sein Hessenliga-Debüt feierte, war es zu verdanken, dass die Null vorerst stehen blieb und der Vorsprung gehalten werden konnte. Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichener, bis Bad Nauheim in der 18. Minute nach einem schönen Spielzug durch Lukas Hampl auf 3:0 erhöhte. Die Gäste bewiesen jedoch Moral und belohnten sich noch vor der ersten Drittelpause für ihren guten Auftritt: Thibaut Lambert verkürzte auf 3:1.
Schlagabtausch im Mittelabschnitt
Im zweiten Drittel wurde es erst richtig turbulent. In Überzahl war es erneut Lambert, der auf 3:2 aus Sicht der Mainstädter verkürzen konnte. Nun entwickelte sich ein munteres Scheibenschießen: Daniel Ketter stellte mit einem satten Distanzschuss in der 32. Minute den Zwei-Tore-Vorsprung für die Kurstädter zum 4:2 wieder her. Aber die Eintracht ließ sich nicht abschütteln und Lambert traf in der 37. Minute zum wiederholten Anschluss (4:3) und komplettierte damit seinen Hattrick. Kurz vor der Sirene zur zweiten Pause sorgte Felix Müller nach einem Torwartfehler der Frankfurter für den wichtigen 5:3-Pausenstand für die Gastgeber.
Müller macht den Unterschied
Den besseren Start in den Schlussabschnitt erwischten erneut die Roten Teufel. Direkt nach Wiederanpfiff war es abermals Müller, der zum 6:3 traf. Die Eintracht kämpfte jedoch weiter. Als Stehl in der 56. Minute noch einmal auf 6:4 verkürzen konnte, keimte kurzzeitig Hoffnung bei den Gästen auf. Doch die Antwort der Teufel ließ nicht lange auf sich warten: Postwendend traf Felix Müller mit seinem vierten Tor des Abends zum 7:4. Mit dieser herausragenden Leistung avancierte er zum "Man of the Match". Der Schlusspunkt in einer torreichen Begegnung blieb den Gästen vorbehalten, als Stehl 35 Sekunden vor dem Ende den 7:5-Endstand erzielte.
Mit diesem vierten Sieg im vierten Spiel bleiben die Roten Teufel Bad Nauheim ungeschlagener Tabellenführer der Hessenliga. RT-Trainer Martin Flemming zeigte sich nach der Partie erleichtert: „Das war ein reiner und gleichzeitig wichtiger Arbeitssieg. Die Eintracht ist ein sehr ernstzunehmender Gegner, in voller Besetzung wird es gegen sie ganz schwer. Glückwunsch auch an unseren U20-Goalie Ramon Hupf, der ein tolles erstes Spiel in der Hessenliga gemacht hat und natürlich auch an Felix Müller zu seinen vier Treffern.“
Rote Teufel Bad Nauheim - Eintracht Frankfurt 7:5 (3:1, 2:2, 2:2)
Tore:
1:0 (03:52) Müller
2:0 (07:40) Reuner (Voskresenskij, Schäfer)
3:0 (17:14) Hampl (Sasek, Lindemann)
3:1 (18:06) Lambert (Sartorius)
3:2 (26:29) Lambert (Svacha, Sartorius) PP1
4:2 (31:27) Ketter (Marcel Rost, Flemming)
4:3 (36:09) Lambert (Zislin, Schubert) PP1
5:3 (39:26) Müller
6:3 (40:28) Müller (Rost, Flemming)
6:4 (55:51) Stehl (Lambert)
7:4 (57:07) Müller (Flemming, Hampl)
7:5 (59:25) Stehl (Svacha, Schubert)
Strafminuten: RTBN 14 / SGE 16
Die aktuelle Tabelle der Eishockey Hessenliga: