Kantersieg im Derby: Hessenliga-Team stürmt zurück an die Tabellenspitze

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Später Donnerstagabend, dezimierte Kader auf beiden Seiten, aber volle Intensität auf dem Eis: Die Roten Teufel Bad Nauheim haben sich mit einem deutlichen 9:2 (2:1, 5:0, 2:1)-Heimsieg gegen die Eintracht aus Frankfurt die Tabellenführung in der Hessenliga zurückerobert. Trotz eines zwischenzeitlichen kleinen Durchhängers im ersten Drittel ließen die Kurstädter im Colonel-Knight-Stadion am Ende keine Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen.

 

Blitzstart mit kurzem Schlendrian

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Mit viel Tempo drängte die Hausherren die Gäste in die Defensive. Belohnt wurde der Aufwand früh: Leon Hirsch (4.) und Danil Voskresenskij (9.) sorgten für eine schnelle 2:0-Führung. Doch die frühe Sicherheit schien die Konzentration zu hemmen – nach dem zweiten Treffer schlich sich ein wenig der Schlendrian ein. Die Quittung folgte prompt, als der Ex-Teufel Pablo Giménez noch vor der ersten Drittelpause den Anschlusstreffer für die Frankfurter erzielte (10.).

 

Powerplay-Gala im Mittelabschnitt

Im zweiten Drittel wendete sich das Blatt endgültig zugunsten der Kurstädter, was vor allem an der fehlenden Disziplin der Gäste sowie der Kaltschnäuzigkeit im Nutzen der Überzahlgelegenheiten durch die Hausherren lag. Die Frankfurter kassierten eine Strafzeit nach der anderen, und die Roten Teufel zeigten sich im Überzahlspiel eiskalt. Martin Sasek eröffnete den Torreigen im Mitteldrittel (23.), bevor Sam Boege, Florian Flemming, Torben Reuner und Marcel Rost das Ergebnis auf ein vorentscheidendes 7:1 hochschraubten (Powerplay-Ausbeute am Ende 45%). Mit fünf Treffern in nur zwanzig Minuten demontierte Bad Nauheim die Eintracht-Defensive fast nach Belieben.

 

Das Schlussdrittel war geprägt von dem Bemühen der Hausherren, das Ergebnis sicher nach Hause zu fahren, sowie einer zunehmenden Härte im Spiel. Den Negativ-Höhepunkt markierte die 46. Spielminute: Frankfurts Joseph Ulrich wurde nach einem Stockstich mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt. Bad Nauheim nutzte die Räume weiterhin effizient. Zwar gelang Giménez in Unterzahl ein zweiter Treffer für Frankfurt, doch Sasek und Florian Flemming stellten den 9:2-Endstand her.

 

Top-Performer der Roten Teufel

Herausragender Akteur des Abends war Sammy Boege, der sich in seinem ersten Hessenliga-Spiel gleich als Torschütze anmelden konnte und zurecht zum "Player of the Match" gewählt wurde. Darüber hinaus verbuchte einmal mehr Kapitän Florian Flemming gleich fünf Scorerpunkte (2 Tore, 3 Vorlagen). "Wir haben unser Spiel diszipliniert durchgezogen und uns nicht zu etwas hinreißen lassen", resümierte ein zufriedener RT-Coach Martin Flemming die Partie. "Für unsere jungen Akteure wie Sam Boege und Ty Wolf hat es mich gefreut, dass sie sich bestens ins Lineup eingefügt haben", so Flemming.

Mit diesem Erfolg im Rücken ziehen die Roten Teufel in der Tabelle wieder an der Konkurrenz vorbei und liegen nun punktgleich mit Kassel (bei zwei weniger absolvierten Spielen) an der Spitze. Das nächste Match bestreiten die Kurstädter am Samstag, den 14. Februar 2026 ab 17.45 Uhr, wenn es dann zum Topduell gegen die Nordhessen kommt.

 

Rote Teufel Bad Nauheim - Eintracht Frankfurt 9:2 (2:1, 5:0, 2:1)
 

Tore:
 

1:0 (03:33) Hirsch (Wolf, Voskresenskij)
2:0 (08:19) Voskresenskij (Boege)
2:1 (09:23) Giménez (Zislin)
3:1 (22:38) Sasek (Ketter, Flemming) PP1
4:1 (24:27) Boege (Reuner)
5:1 (28:07) Flemming (Rost)
6:1 (35:33) Reuner (Flemming, Stark) PP1
7:1 (37:29) Rost (Sasek, Flemming) PP1
8:1 (48:48) Sasek (Schäfer, Boege) PP1
8:2 (49:22) Giménez SH1
9:2 (49:33) Flemming PP1
 

Strafminuten: Rote Teufel 12 / SGE 22 + SD (Ulrich)

 

 

Der aktuelle Tabellenstand:
 Tabelle_RTBN_1b_20260129