Couragierter Auftritt in Nordhessen: Dezimierte Rote Teufel unterliegen in Kassel mit 2:4 (2:1, 0:1, 0:2)
Mit einem extrem dezimierten Minikader (11 Feldspieler) trat das Hessenliga-Team der Roten Teufel am Freitagabend die Reise nach Nordhessen an. Trotz der schwierigen personellen Vorzeichen zeigten die Kurstädter von Beginn an eine kämpferische Einstellung und machten deutlich, dass die Punkte nicht kampflos in Kassel bleiben sollten.
Blitzstart und zweifache Führung
Die Partie begann nach Maß für die Gäste: Bereits in der ersten Spielminute nutzten die Roten Teufel eine erste Überzahlsituation eiskalt aus. Danil Voskresenskij markierte nach Zuspiel von Krau das frühe 0:1 nach nur 53 gespielten Sekunden. Kassel schlug zwar ebenfalls in Überzahl zurück, doch die Bad Nauheimer blieben unbeeindruckt. Ty Wolf stellte in der 17. Minute nach einer starken Einzelleistung die verdiente 2:1-Pausenführung für die Gäste her.
Kasseler Powerplay sorgt für die Wende
Im zweiten Drittel machte sich der Kräfteverschleiß beim kleinen Aufgebot der Gäste langsam bemerkbar. Die Hausherren agierten druckvoller und bestraften die Strafzeiten der Kurstädter konsequent. Erneut war es ein Powerplay in einem fairen, aber dennoch von Strafzeiten bestimmten Spiel, das Kassel den Ausgleich durch Langnese bescherte (30.). Kurz vor Drittelende nutzten die 89ers eine kleine Unachtsamkeit in der Bad Nauheimer Zuordnung, um durch Bödefeld erstmals mit 3:2 in Führung zu gehen.
Entscheidung für die 89ers in Unterzahl
Im Schlussabschnitt mobilisierten die Roten Teufel noch einmal alle Reserven, doch das Spielglück war nicht mehr auf ihrer Seite. Während den Gästen in den entscheidenden Momenten ein wenig die Luft ausging, bewies Kassel Abgeklärtheit. Besonders bitter für die Kurstädter: Mitten in eine eigene Drangphase hinein erzielte Bödefeld per Konter in Unterzahl das entscheidende 4:2 (49.). "Hier konnten wir uns das Momentum nicht mehr zurückholen, obwohl wir nochmal alles probierten", sagte RT-Coach Martin Flemming nach dem Schlusspfiff. "Trotzdem bin ich stolz auf die gezeigte Leistung. Aufgrund der vielen berufs- und krankheitsbedingten Ausfälle konnten wir leider nur mit diesem kleinen Kader antreten, mit dem aber dennoch etwas Zählbares drin war", so Flemming.
Revanche-Gelegenheit am nächsten Wochenende
Trotz der Niederlage konnten die Roten Teufel somit erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Angesichts der Personalsituation war es eine respektable Leistung, auch wenn Kassel die Tore zum Sieg in den für sie richtigen Momenten erzielte. Gelegenheit zur Revanche gibt es bereits am nächsten Wochenende, wenn am Valentinstag (Samstag, 14.02.2026) die Nordhessen ab 17.45 Uhr im Bad Nauheimer Kurpark gastieren. Dann können sich die Wetterauer die aufgrund der Niederlage an Kassel verlorene Tabellenführung zurückholen, die Roten Teufel haben ohnehin zwei Spiele weniger als die 89ers absolviert bei aktuell drei Punkten Rückstand.
Kassel 89ers - Rote Teufel Bad Nauheim 4:2 (1:2, 2:0, 1:0)
Tore:
0:1 (00:53) Voskresenskij (Krau) PP1
1:1 (08:20) Langnese (Vihuro, Czech) PP1
1:2 (16:45) Wolf
2:2 (29:57) Langnese (Czech, Bödefeld) PP1
3:2 (38:22) Bödefeld (Vihuro, Heinrich)
4:2 (48:51) Bödefeld /Vihuro) SH1
Strafminuten: EJK 18 / RTBN 20
Tabelle: