Hessenliga-Team der Roten Teufel untermauert Favoritenrolle: Dominanter 9:1-Auswärtssieg zum Hauptrunden-Abschluss in Frankfurt
Obwohl die Tabellensituation vor dem Duell zwischen der Eintracht Frankfurt und dem Spitzenreiter aus Bad Nauheim bereits zementiert war, schenkten die Gäste den Hausherren in der Frankfurter Eissporthalle am heutigen Freitagabend nichts. Der Erstplatzierte, dem der Thron der Hessenliga nicht mehr zu nehmen war, dominierte die Partie von Beginn an nach Belieben und fuhr am Ende einen auch in dieser Höhe verdienten 9:1 (4:1, 3:0, 2:0)-Auswärtssieg ein.
Frühe Weichenstellung im ersten Drittel
Bad Nauheim startete mit enormem Druck in das Gastspiel am Frankfurter Ratsweg. Bereits nach wenigen Sekunden eröffnete Danil Voskresenskij den Torreigen zum 1:0 für die Kurstädter. Die Eintracht, die den dritten Tabellenplatz ebenfalls schon sicher hatte, fand kaum Mittel gegen das schnelle Umschaltspiel der Gäste. Einzig der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Lambert (8. Min) ließ kurz Hoffnung bei den Frankfurtern aufkeimen, doch Bad Nauheim stellte noch vor der ersten Sirene durch Krau und Flemming auf 1:4.
Vorentscheidung im zweiten Drittel
Im Mittelabschnitt schaltete der Tabellenführer keineswegs einen Gang zurück. Die Roten Teufel nutzten das zweite Drittel, um die Partie endgültig zu entscheiden. Durch extrem hohes Forechecking provozierten sie Fehler im Frankfurter Spielaufbau. Besonders die Effizienz beeindruckte: In der 23. Minute erhöhte abermals Voskresenskij auf 1:5, bevor ein Doppelschlag binnen 31 Sekunden durch Flemming und Stupa (29. Min) das Ergebnis auf 1:7 hochschraubte. Die Frankfurter Defensive wirkte in dieser Phase phasenweise überfordert mit dem Tempo der Kurstädter.
Souveräner Abschluss im Schlussabschnitt
Auch im letzten Drittel blieb Bad Nauheim die spielbestimmende Mannschaft, agierte jedoch kontrollierter. Dennoch blieb der Hunger auf Tore vorhanden: Voskresenskij (52. Min) und erneut Flemming (58. Min) schraubten das Ergebnis in der Schlussphase auf den verdienten 1:9-Endstand hoch. Frankfurt bemühte sich zwar um Ergebniskosmetik, biss sich an der stabilen Defensive der Gäste jedoch die Zähne aus. Zudem zeigten beide Goalies der Roten Teufel ihre Klasse gegen einige Konter der Frankfurter, die durchaus das ein oder andere Tor mehr hätten erzielen können.
"Es war ein verdienter Sieg, bei dem man heute gesehen hat, dass wir offensiv auch ohne einige wichtige Akteure schlagkräftig unterwegs waren", sagte RT-Coach Martin Flemming nach dem Schlusspfiff. "Trotz Rumpfkader haben wir die Partie dominiert und nun freuen wir uns auf das Final Four Turnier bei uns Zuhause im Colonel-Knight-Stadion", so Flemming.
Fokus auf das Final Four in Bad Nauheim
Mit diesem Kantersieg setzt Bad Nauheim ein deutliches Ausrufezeichen hinter eine beeindruckende Hauptrunde. Nun beginnt die wichtigste Phase der Saison: Das Team hat vier Wochen Zeit, um sich akribisch auf das große Saison-Highlight vorzubereiten. Am 11. und 12. April 2026 findet das Final Four in der heimischen Arena in Bad Nauheim statt. Nach der gezeigten Leistung in Frankfurt geht der Gastgeber zweifellos als der große Gejagte in das Finalturnier um die Hessenmeisterschaft.
Eintracht Frankfurt - Rote Teufel Bad Nauheim 1:9 (1:4, 0:3, 0:2)
Tore:
0:1 (00:50) Voskresenskij (Hirsch, Rost)
0:2 (01:46) Krau (Voskresenskij, Stupa)
1:2 (07:55) Lambert (Polianskii)
1:3 (13:11) Krau (Stupa, Steinschneider)
1:4 (16:12) Flemming (Rost, Rost)
1:5 (22:03) Voskresenskij (Stupa, Krau)
1:6 (28:22) Flemming (Rost, Schröer)
1:7 (28:53) Stupa (Voskresenskij, Schäfer)
1:8 (51:27) Voskresenskij (Stupa, Steinschneider)
1:9 (57:35) Flemming (Rost, Steinschneider)
Strafminuten: SGE 8 / RTBN 4
Die aktuelle Tabelle: