Vom Ballett ins Eishockeytor
Mit vier Jahren stand sie zum ersten Mal auf dem Eis. Heute ist sie 13 und Torhüterin bei den Roten Teufeln Bad Nauheim. Emma hat ihre sportliche Leidenschaft gefunden und möchte beim Girls Day am 10. November andere Mädchen dafür begeistern.
Ballett, Karate, Fußball: Emma hat schon einiges ausprobiert. Doch so richtig gefunkt hat es erst auf dem Eis. Mit gerade einmal vier Jahren kam sie zum Eishockey. Neun Jahre später ist aus dem ersten Versuch eine große Leidenschaft geworden. Heute gehört die 13-Jährige zum Nachwuchs der Roten Teufel Bad Nauheim und steht mit Begeisterung im Tor.
Dass sie ausgerechnet einmal Torhüterin werden würde, war dabei gar nicht geplant. Zunächst spielte Emma als Feldspielerin, wechselte dann erstmals ins Tor und kehrte später noch einmal aufs Feld zurück. Dort übernahm sie die Position der Verteidigerin. Als ihre Mannschaft wieder eine Torhüterin benötigte, stellte sie sich erneut zwischen die Pfosten. Diesmal blieb sie dabei. Und offenbar hat sie genau dort ihren Platz gefunden.
Kabinenpartys gehören genauso dazu wie Siege und Niederlagen
Was Emma am Eishockey besonders gefällt, ist nicht nur das Spiel selbst. Es ist das Gefühl, Teil einer Mannschaft zu sein. Gemeinsam trainieren, auf dem Eis füreinander kämpfen, Siege feiern und Niederlagen verkraften. Nach ihren schönsten Erlebnissen gefragt, muss Emma nicht lange überlegen: „Da gibt es viele! Siege, Niederlagen, Kabinenpartys“, erzählt sie. Gerade diese Mischung macht für sie den Reiz aus. Denn beim Eishockey geht es nicht nur darum, wer die meisten Tore schießt. Es geht auch darum, sich aufeinander verlassen zu können und gemeinsam Spaß zu haben. „Mannschaftssport ist eh der geilste Sport!“, sagt die 13-Jährige überzeugt. Und auch die Sportart selbst hat für sie einiges zu bieten: „Eishockey ist eine vielfältige Sportart, schnell und richtig cool.“
Übrigens ist Eishockey kein reiner Wintersport. Auch wenn die Saison auf dem Eis irgendwann endet, geht das Training weiter. Denn die Grundlagen für eine erfolgreiche Spielzeit werden in den Sommermonaten gelegt. „Im Sommer wird ein Eishockeyspieler gemacht“, weiß die 13-Jährige. Dann stehen Fitness, Kraft und Ausdauer auf dem Trainingsplan, damit es auf dem Eis wieder richtig rundläuft.
Eishockey ist auch etwas für Mädchen!
Dass Mädchen im Eishockey genau richtig sind, möchte Emma gerne anderen zeigen. Für Mädchen, die Eishockey bisher vielleicht nur aus dem Fernsehen oder vom Zuschauen kennen, gibt es jetzt eine gute Gelegenheit, den Sport selbst kennenzulernen: Am 10. November 2026 veranstalten die Roten Teufel Bad Nauheim ihren Girls Day. Eine Stunde lang gehört das Eis den Mädchen. Sie können erste Erfahrungen sammeln, den Schläger in die Hand nehmen und ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit Puck und Schlittschuhen über das Eis zu flitzen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Auch Emma freut sich darauf, möglichst viele neue Gesichter auf dem Eis zu sehen. Was die Teilnehmerinnen erwartet? Eine „lustige, spannende Zeit“, Trainer, die sie unterstützen und ihnen helfen, besser zu werden und natürlich jede Menge gemeinsamer Spaß.
Emma Zellekens