1b verliert 2:3 in Frankfurt - "Nun müssen Punkte her"
Zweite Niederlage im dritten Saisonspiel: Mit 2:3 (2:1, 0:1, 0:1) musste sich das Hessenliga-Team der Roten Teufel Bad Nauheim am Freitagabend auswärts bei den Löwen Frankfurt 1b geschlagen geben. „Auch wenn wir spielerisch mehr vom Spiel hatten, wollten wir es oft zu schön machen und den Puck förmlich ins Tor tragen“, bemängelte RT-Coach Martin Flemming nach dem Abpfiff die mangelnde Effizienz seiner Mannschaft.
Nach dem 2:5 vor zwölf Tagen bei Eintracht Frankfurt hatten sich die Kurstädter viel vorgenommen und übernahmen von Beginn an das Kommando. Die Führung zum 1:0 durch Danil Voskresenskij war die logische Konsequenz, doch die bissigen Gastgeber machten von der ersten Minute an deutlich, dass sie an diesem Abend ein hart zu knackender Brocken sein würden. Frankfurt glich durch Karl Vieweg zum 1:1 aus, ehe Felix Müller einen mustergültigen Angriff zur vermeintlich beruhigenden 2:1-Pausenführung für die Gäste abschloss.
Im Mitteldrittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Bad Nauheim jedoch leichtfertig die Vorentscheidung aus der Hand gab: Hochkarätige Möglichkeiten wurden nicht genutzt. Stattdessen schlugen die Löwen eiskalt zu – Jannik Kaus markierte in der 37. Minute den 2:2-Ausgleich. Die Gäste berannten in der Folge das Frankfurter Tor, bissen sich jedoch an der Defensive und vor allem an Goalie Oliver Reichert die Zähne aus.
Ein ähnliches Bild im Schlussabschnitt: Die Wetterauer drückten auf den Führungstreffer, agierten im letzten Drittel aber zu verspielt und ließen die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Frankfurt machte es cleverer. Aus einer kompakten Defensive heraus lauerten die Hausherren auf Umschaltmomente – und nutzten einen davon in der 52. Minute durch David Kindereit eiskalt zur erstmaligen Führung. Im Anschluss zermürbten die Löwen die Gäste mit clever gezogenen Unterbrechungen und zahlreichen Icings, sodass kaum noch ein Spielfluss zustande kam. „Hier fehlte mir im Team der unbedingte Wille und die Mentalität, dieser destruktiven Spielweise Paroli zu bieten und vielleicht auch mal ein ‚dreckiges‘ Tor zu erzwingen“, kritisierte Flemming. Seine Schützlinge fanden in der Schlussphase kein Mittel mehr, um die Niederlage abzuwenden.
Umso wichtiger wird nun der Blick nach vorn: „Jetzt sind wir im Heimspiel gegen Bitburg gefordert. Da müssen Zähler her“, blickt der Coach voraus. Am kommenden Samstag, den 14.11.2026, empfangen die Roten Teufel die Eifel-Mosel-Bären ab 16:45 Uhr im heimischen Stadion (Eintritt frei).
Löwen Frankfurt 1b - Rote Teufel Bad Nauheim 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)
Tore:
0:1 (08:16) Voskresenskij (Steinschneider)
1:1 (11:42) Vieweg (Elgas)
1:2 (13:06) Müller
2:2 (36:50) Kaus (Kindereit)
3:2 (51:03) Kindereit (Welp)
Strafminuten: LFF 6 / RTBN 4
Die Tabelle: