Ein Auftakt nach Maß gelang dem Hessenliga-Team der Roten Teufel am Freitagabend zum Saisonstart. Mit einem überzeugenden 8:4 (2:0, 3:3, 3:1)-Sieg entführte die Mannschaft von Trainer Martin Flemming die ersten Punkte beim amtierenden Meister in Kassel. "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung aus einer bärenstarken Defensive heraus, was uns am Ende diesen verdienten Erfolg eingebracht hat", resümierte der Coach nach dem Schlusspfiff.
Grundstein im ersten Drittel gelegt.
Mit lediglich zwölf Feldspielern und einem Torwart (Nils Flemming) angereist, legten die Wetterauer den Grundstein für den Erfolg bereits im ersten Abschnitt. Nach knapp sieben Minuten netzte Marcel Rost zum 1:0 für die Gäste ein, ehe Kapitän Florian Flemming noch vor der ersten Pause das 2:0 folgen ließ. "Wir hätten sogar höher in Front gehen können, denn die Gelegenheiten waren da", so die Einschätzung des Übungsleiters, der anschließend ein wildes Mitteldrittel erlebte.
Nachdem die Gastgeber mehr Risiko in der Offensive eingehen mussten, nutzten die Wetterauer dies eiskalt. Erneut war es Florian Flemming, der einen Konter zum 3:0 vollendete. In Überzahl erhöhte Michael Martaller auf 4:0. Die 89ers reagierten mit einem Torwartwechsel und verkürzten prompt durch Bödefeld. Kassel erhöhte den Druck, doch die Bad Nauheimer Defensive hielt stand und schlug durch Lukas Hampl bei einem weiteren Konter zum wichtigen 5:1 in der 35. Minute erneut zu. Ein Doppelschlag durch Kassels Sticklies kurz vor dem zweiten Pausentee ließ die Hausherren jedoch noch einmal Hoffnung schöpfen.
Vorentscheidung im Schlussabschnitt
"Wir gingen mit der Devise ins letzte Drittel, nicht unbedingt noch ein Tor erzielen zu müssen. Es kam dann aber ganz anders", erklärte Martin Flemming. Binnen fünf Minuten nach Wiederanpfiff sorgten seine Angreifer Max Stark und Marcel Rost mit zwei blitzsauberen Treffern für die Vorentscheidung. In der Folge kam es zu einigen Nickligkeiten, die zu Strafzeiten führten. Dies nutzte zunächst Markus Rost in Überzahl zum 8:3 (50.). Der Schlusspunkt der Nordhessen durch Vihuro zum 4:8-Endstand fiel ebenfalls im Powerplay.
"Ich bin stolz auf diese Teamleistung. Das Ergebnis ist ein klares Ausrufezeichen an die Liga, dass mit uns wieder zu rechnen ist", schloss Flemming ab. Das nächste Hessenliga-Spiel bestreiten er und sein Team am 26. Oktober 2025 ab 17:15 Uhr bei den Löwen Frankfurt.
EJ Kassel 89ers - Rote Teufel Bad Nauheim 4:8 (0:2, 3:3, 1:3)
Tore:
0:1 (06:12) Marcel Rost (F. Flemming, Markus Rost)
0:2 (19:53) F. Flemming
0:3 (23:18) F. Flemming (Schuh, Schäfer)
0:4 (28:05) Martaller (F. Flemming) PP1
1:4 (29:47) Bödefeld (Schöngart, Löwing)
1:5 (34:10) Hampl (Sasek, Markus Rost)
2:5 (34:41) Sticklies (Bödefeld, Heinrich)
3:5 (38:38) Sticklies (Bödefeld, Löwing) PP1
3:6 (43:20) Stark (Schuh)
3:7 (44:23) Marcel Rost (Martaller)
3:8 (49:08) Markus Rost PP1
4:8 (58:24) Vihuro PP1
Strafminuten: Kassel 16 / RTBN 22
Zuschauer: 200