Am vergangenen Wochenende standen für den Eishockeynachwuchs der Roten Teufel Bad Nauheim im Colonel-Knight Stadion gleich zwei herausfordernde Spiele an, gegen die U20 der Young Dragons Erfurt, die mit 60 Punkten aus 22 Spielen nach wie vor die Tabelle anführen.
Das erste Spiel am Samstag, den 10. Januar, begann äußerst vielversprechend für die Gastgeber. Sie starteten konzentriert und setzten die Erfurter von Beginn an unter Druck. In der neunten Spielminute gelang es den Roten Teufeln schließlich auch, durch eine schnelle Kombination in Unterzahl den Führungstreffer zu erzielen. Trotz eines starken Offensivspiels der Kurstädter, erzielten die Thüringer knapp 4 Minuten später durch ein erneutes Überzahlspiel den Ausgleich. 40 Sekunden vor Drittelende musste Nauheims Torhüterin dann noch ein zweites Mal hinter sich greifen und es geht mit 1:2 Rückstand in die Pause. Im zweiten Abschnitt gab es Tore auf beiden Seiten und Nauheim behielt bis zur 39. Minute den Anschluss mit 3:4. Leider gaben zwei Strafen auf Nauheims Seite den Nährboden für einen unerwarteten Doppelschlag zum 3:6 in der letzten Spielminute vor der Pause. Nur noch einmal konnten die Kurstädter im Schlussabschnitt den gegnerischen Torwart überwinden, sodass am Ende ein klarer 4:9 Sieg für Erfurt auf der Tafel stand. Für Bad Nauheim trafen: Aleksandar Stanimirov (2), Sam Boege und Miká Sohn.
Willensstark kamen die Roten Teufel am Sonntag, den 11.01.2026 zurück aufs Eis, dennoch blieben einige Überzahl-Situationen im ersten Drittel ungenutzt, während sie zwei Gegentreffer einstecken mussten. In der Mitte des zweiten Abschnitts erhöhten die Young Dragons selbstbewusst auf 0:3. Die Gastgeber behielten jedoch die Nerven und verkürzten noch zum 1:3, konnten aber zwei weitere Abschlüsse der Gäste nicht verhindern. Im weiteren Verlauf nach der Pause kamen die Hessen an dem starken Oberliga-erfahrenen Torwart mit ihren Angriffen nicht vorbei und gingen am Ende mit einer 1:8 Niederlage vom Eis. Torschütze für Nauheim in dieser Partie war Luis Miller.
„Der Gegner hat viele Powerplay-Situationen zu seinem Vorteil genutzt und seine Torchancen einfach besser verwertet“ resümiert Chef Trainer Marcus Jehner und blickt dennoch zuversichtlich auf die kommenden Spiele. Am 17. und 18.01.2026 reist die U20 vom ESC Eagles Essen-West in die Kurstadt. Auch dies sei kein leichter Gegner, meint der Coach, denn die bei 19 Spielen haben die Essener bisher noch keine Niederlage zu verzeichnen und kommen damit Erfurt gefährlich nah in Aussicht auf den Aufstiegskampf in die Division 2.
Hier geht's zum Bericht in der Wetterauer Zeitung...