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News-Ticker

 

1b der Roten Teufel läßt zu viele Chancen liegen: Verdiente 2:5-Niederlage bei Eintracht Frankfurt

1b der Roten Teufel läßt zu viele Chancen liegen: Verdiente 2:5-Niederlage bei Eintracht Frankfurt (Bild vergrößern)

Im zweiten Saisonspiel der Hessenliga mussten die Roten Teufel Bad Nauheim ihre erste Niederlage hinnehmen. Am Sonntagabend unterlagen die Wetterauer auswärts bei Eintracht Frankfurt mit 2:5 (0:1, 1:3, 1:1). Trotz spielerischer Vorteile bei ausgeglichenem Fünf-gegen-Fünf-Spiel gaben am Ende Undiszipliniertheiten, ein starkes Frankfurter Powerplay sowie eine zu hohe Fehlerquote im Aufbau den Ausschlag für den Erfolg der SGE.

 

Gute Phasen im ersten Drittel nicht belohnt

Vor ihren mitgereisten Fans erwischten die Gäste aus der Kurstadt den besseren Start. Nach einer kurzen Abtastphase übernahm Bad Nauheim das Geschehen auf dem Eis, ließ jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Gelegenheiten von Müller (13.) und Junker (15.) parierte SGE-Goalie Murgas glänzend. Zwar agierten die Roten Teufel über weite Phasen feldüberlegen, brachten sich durch eigene Stockfehler und unnötige Puckverluste aber immer wieder selbst in Bedrängnis. Kurz vor der ersten Pausensirene folgte die kalte Dusche: Eine vermeidbare Strafzeit der Gäste nutzte Frankfurt eiskalt aus – Stehl brachte die Hausherren in der 20. Spielminute mit 1:0 in Führung. Ein zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhafter Spielstand für die Eintracht.

 

Vorentscheidung im turbulenten Mitteldrittel

Mit viel Elan kamen die Roten Teufel aus der Kabine, verließen jedoch in der Folge zu oft den vorgegebenen Matchplan. „Zudem wussten wir, dass Frankfurt stark im Powerplay ist, somit müssen wir in diesen Situationen einfach von der Strafbank wegbleiben“, bemängelte RT-Coach Martin Flemming nach der Partie.
Die Quittung folgte prompt: Nach der dritten Hinausstellung gegen die Gäste erhöhte Zislin im Überzahlspiel auf 2:0 (29.). Zwar keimte durch den direkten 2:1-Anschlusstreffer von Sam Boege (29., Vorarbeit Lindemann und Ketter) nur Sekunden später neue Hoffnung im Lager der Gäste auf, doch Frankfurt antwortete im direkten Gegenzug. Erneut war es Stehl, der den alten Zwei-Tore-Abstand nach nur 23 Sekunden wiederherstellte (3:1). In der Folge haderten die Roten Teufel zu stark mit den Unparteiischen und verloren den Fokus auf das Wesentliche. Mitten in diese Drangphase hinein sorgte Frankfurts Verteidiger Svacha (31.) für den 4:1-Pausenstand, nachdem er die Gäste-Defensive mit einer Einzelaktion schlecht aussehen ließ.

 

Schlussspurt kommt zu spät

Nach einer deutlichen Kabinenansprache warf das Team von Martin Flemming im Schlussabschnitt noch einmal alles nach vorne. Mika Junker belohnte die Bemühungen in der 45. Minute mit dem längst überfälligen Treffer zum 4:2 (nach Zuspiel von Rost und Weiland). Doch die Aufholjagd erhielt postwendend den nächsten Dämpfer: Eine erneute Unachtsamkeit in der Hintermannschaft nutzte Frankfurts Pluchta nur eine Minute später zum 5:2-Endstand (46.). Die Roten Teufel kämpften bis zur Schlusssirene vorbildlich, bissen sich jedoch ein ums andere Mal am stark aufspielenden SGE-Torhüter Murgas die Zähne aus, der zum „Man of the Match“ gekürt wurde.

 

Fazit und Ausblick

„Gerade in den undurchsichtigen Momenten hat mir heute jemand gefehlt, der auf dem Eis die Verantwortung übernehmen konnte. Es kam somit alles zusammen, aber vielleicht haben wir diese Niederlage ja auch zu einem richtigen Zeitpunkt am Anfang der Saison kassiert. Nun wissen wir, dass man in dieser Liga in jedem Spiel von Anfang bis Ende voll fokussiert sein muss“, zog Martin Flemming das abschließende Fazit.

Die Chance zur Rehabilitation haben die Roten Teufel am Freitag, den 6. November 2026, wenn ab 20:15 Uhr das nächste Auswärtsspiel in Frankfurt ansteht – diesmal gastieren die Wetterauer bei den Löwen Frankfurt 1b.

 

 

Statistik zum Spiel

Eintracht Frankfurt – Rote Teufel Bad Nauheim 5:2 (1:0, 3:1, 1:1)
 

Tore:
1:0 (19:21) Stehl (Svacha, Zislin) – PP1
2:0 (28:11) Zislin (Sartorius, Schubert)
2:1 (28:37) Boege (Lindemann, Ketter)
3:1 (29:00) Stehl (Schubert)
4:1 (30:44) Svacha
4:2 (44:28) Junker (Rost, Weiland)
5:2 (45:47) Pluchta (Leip)
 

Strafminuten: Eintracht Frankfurt 16 / RT Bad Nauheim 12

 

Aufstellung Eintracht Frankfurt:
Murgas, Wehrheim – Schubert, Laue, Leip, Svacha, Rayher, Pohlmann, Verhorst, Kurz, Pluchta, Zsilin, Stehl, Sartorius, Polianskii

 

Aufstellung Rote Teufel Bad Nauheim:
N. Flemming – Steinschneider, Ketter, Hirsch, Peters, Weiland, Lindemann – Junker, Rost, Boege, F. Flemming, Krau, Müller, Stark, Stupa, Voskresenskij